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TOP-100 Erfindungen aus Berlin/Brandenburg
Beschreibung mit Foto (alusi)

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Kerzen mit wechselnder Flammenzahl, komponierten Düften und Farben!

BERLIN. Ostern entwickelt, Weihnachten schon auf dem Markt: Die „Shama“-Kerze als Symbol für Leben und Vergänglichkeit brennt im Laufe ihres feurigen Daseins - und das beträgt immerhin neun Stunden - mit ein bis vier Flammen und ist eine brandaktuelle Innovation aus Berlin.

Mit dem kreativen Erstling legt die Deutsch-Irakerin Maha Alusi, die nicht nur neuartige Wachsprodukte, sondern dazu auch ein viel versprechendes Herstellungsverfahren entwickelt hat, zugleich den Grundstein für ihre neue Selbständigkeit als Unternehmerin.

Neu zu Weihnachten: Kerze mit wechselnder Flammenzahl

Ihr Label „alusi“, so die Pläne der erfolgreichen 38-jährigen Architektin, soll bereits im kommenden Jahr von Deutschland aus in Europa und in der arabischen Welt Fuß fassen. Noch vor Weihnachten kommen die ersten Hand gefertigten Designerkerzen mit eigener Seriennummer, Faltbüchlein und Philosophie auf den Markt. Die Geschenkkerze, deren Gestalt an orientalische Ornamentik erinnert, unterscheidet sich von allen bekannten Vorgängern in Form, Innenleben und der Art der Verbrennung. 38 Euro kostet die „alusi“-Startkreation, die in rund neun Stunden Lebensdauer auf unvergleichliche Weise mit mehrfach wechselnder Flammenzahl begeistert: Aus einer werden drei, dann vier, dann zwei und zum Schluss wieder eine.

Mit ihren Lichtkompositionen aus Wachs folgt die von der Technologiestiftung Innovationsagentur Berlin betreute Gründerin ihrem ganz eigenen Credo: „Wir können die Zeit nicht anhalten, aber wir können ihre einzelnen Momente genießen.“ Zu Maha Alusis nächsten Projekten zählen so genannte Bausteinkerzen, die ihre Flammen im Raum dreidimensional verzweigen, sowie Wachsinnovationen, die zeit-, farb- und später auch geruchsdefiniert „abbrennen“ sollen. Auf diese Weise will die Erfinderin aus Dahlem den vergänglichen Charakter der Zeit in erlebbare Kunst verwandeln.

Maha Alusi, die maßgeblich an der Ausgestaltung des deutschen Pavillons auf der Expo 2000 beteiligt war, experimentiert oft schon in den frühen Morgenstunden im hauseigenen Labor. Nicht selten überrascht sie ihr inzwischen dreiköpfiges Team bereits beim Frühstücken mit neuen Ideen. Die Produkt-Neuschöpfungen an der Schnittstelle zwischen innovativer Technik und Kunst werden dann nach ihren Vorstellungen zum Teil in einer Berliner Behindertenwerkstatt hergestellt.

[www.alusi.de]

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