Unplatzbarer
Luftballon
& Koffermode auf Partnersuche – Zwischenbilanz der Initiative „Top
100 Erfindungen aus Berlin-Brandenburg“
Berlin.
Obwohl die Kreativität von Privaterfindern aus Berlin und Brandenburg
weiterhin unerschöpflich ist, kommen die wenigsten Ideen tatsächlich
auch als Produkte auf den Markt. Dieses Fazit zieht die
Erfinderinitiative „Top 100“, ein Zusammenschluss mehrerer
INSTI-Erfinderclubs aus der Region. Von 30 aktuellen Schutzrechten, die
im Rahmen der Aktion „Berlin-Brandenburg sucht 100 aktuelle und
vermarktbare Erfindungen“ bisher eingereicht wurden, werden die
wenigsten auch mit nachhaltigem Erfolg vermarktet. „Der große Rest,
sucht nach Geldgebern und Partnerunternehmen, um endlich
voranzukommen“, bilanziert Peter Stepina, Chef des 1976 von ihm gegründeten
ältesten deutschen Erfinderstammtisches in Berlin. Dazu gehörten ein
unplatzbarer Luftballon für Krabbelkinder von Gesa Wohlleben oder eine
Idee von Ali Yumusak für bebilderte bzw. beschriftete Latexkondome.
Zu den wenigen Innovationen, die in jüngster Zeit in Eigenregie das
Licht der Welt erblickt haben, gehören die mit wechselnder Flammenzahl
brennenden Kerzenkunstwerke der deutsch-irakischen Erfinderin Maha Alusi
aus Berlin-Dahlem ( www.alusi.biz ),
ein Verfahren zur industriellen Herstellung von geschälten Kartoffeln (
www.invapat.de ), ein
Transport-Trolley als Fahrradanhänger ( www.kinzel-ag.de
) sowie vom Charlottenburger Erfinder der Leichtmetallroller Sighart
Straka ein mehrspuriger Tretroller mit einer Lenkachse ( www.hillcart.com
). Auch Alexander Erdmann, der über einen TV-Beitrag einen Produzenten
für seinen universellen Leseständer ( www.lesestaender.de
) im Sächsischen
fand, hat es mit seiner Produktneuheit ebenso geschafft wie der Berliner
Michael Kobzan, der seine „eingepackte“ Fahrradkette ( www.velociped.ch
) von einer Firma in Bielefeld vermarkten lässt.
Das Fehlen einer Schnittstelle zwischen Erfindern und Mittelständlern
schlägt sich auch in der Wunschliste der freien Erfinder aus der
Hauptstadtregion nieder. So steht die Suche nach Produktions- bzw.
Lizenzpartnern auch aus Sicht von Technologieberater Siegfried Helling
weiterhin an erster Stelle. „Auf sich allein gestellt und im Schatten
der Öffentlichkeit fehlt den zu Dutzenden zählenden freien Erfindern
allein zumeist die Kraft für große Würfe“, so die Erfahrung des
Mitarbeiters der Technologiestiftung Berlin.
Die meisten auf der Internetseite www.patente-Erfindungen.de
zusammengetragenen Berlin-Brandenburger Erfindungen suchen solche und ähnliche
Partnerschaften. Multi-Erfinder Reinald Ramm aus Werder hält u. a. für
einen besonders pfiffigen Bob-Schlitten
bzw. für eine Erdbeer-Erntemaschine nach Herstellern Ausschau.
Der Berliner Jürgen Beier und aus Birkenwerder Diplomingenieur Bernd
Monno würden gern für ihren KrawattenKnotenSchmuck ( www.tieknot.de.vu
) bzw. für das Ganzkörperfahrrad mit zusätzlichem Handantrieb ( www.exycle.de
) Lizenzen vergeben. In diesem Punkt sind sie sich mit Felix Gonzalez
Arranz, einem Mitarbeiter der Spanischen Botschaft in Berlin, und
Modeschöpferin Gerlinde von Steht einig. Die Beiden würden ihre
Kreationen - einen Keramikbräter zur aromatischen Zubereitung von Geflügel
bzw. einen Leichtkoffer mit drei multifunktionalen Kombi-Kleidungsstücken
( www.peppart.com ) – ebenfalls
gerne in großem Stil produziert sehen.
Die Erfinderinitiative „TOP 100“ sucht weiterhin neue Patente und
Gebrauchsmuster aus der Region, um so über die öffentliche
Aufmerksamkeit ggf. zur schnelleren Vermarktung der vorgeschlagenen
Konzepte beitragen zu können.
Kontakt:
www.patente-Erfindungen.de
Pressekontakt
(u. a. auch für Fotos bzw. Interviews):
Hans-Werner Oertel, Technologiejournalist
Sprecher der INSTI - Erfinderinitiative
www.InnoMedia-Berlin.de
/ Erfinder@InnoMedia-Berlin.de